Richtige Überwinterung von Garten und Topfpflanzen

Montag, 25. November 2019

Richtige Überwinterung von Garten und Topfpflanzen

Wenn der Winter vor der Tür steht, geht es oft sehr schnell. Innerhalb einer Nacht streckt er seine eisigen Finger aus und schickt uns Kälte und Frost. Das freut unsere Garten- und Topfpflanzen nicht, denn die meisten reagieren empfindlich auf Kälte. Zuerst sieht man nur silbrig-weiße bis graue Blattspitzen, dann stirbt das ganze Blatt ab und mit Pech sogar die ganze Pflanze. Oft überleben Pflanzen, die nicht vorbereitet sind, den ersten Frost des Jahres nicht. Hier sind ein paar Tipps, wie das verhindert werden kann.

Warm anziehen

Heute finden sich in vielen Gärten und auf vielen Terrassen Pflanzen, die nicht in unserer Klimazone beheimatet sind; Pflanzen, die in ihrer Heimat keinen Frost fürchten müssen und die dann natürlich darauf auch nicht vorbereitet sind. Es liegt in der Verantwortung von uns Gärtnerinnen und Gärtnern, dafür zu sorgen, dass solche Pflanzen überleben. Schließlich ist nicht der Frost schuld am Tod einer nicht-heimischen Pflanze, sondern wir.

Eine einfache Möglichkeit, unsere Pflanzen vor Frost zu schützen, ist es, sie dick anzuziehen, also mit Stoffen vor der Kälte zu schützen.

Man kann dafür etwa zur Noppenfolie greifen. Diese isoliert extrem gut, lässt aber andererseits keine Luft durch. Das erhöht wiederum die Gefahr für Pilzschäden. Andere wickeln Pflanzen dick in Jute ein, um so Kälteschutz zu bieten.

Ganz wichtig ist es auch, alle Topfpflanzen aufzubocken. Sonst kriecht die Kälte über den eisigen Boden, auf dem der Topf steht, in die Erde hinein. Alternativ kann man Töpfe auch auf Styroporplatten stellen. Diese schützen dank ihrer ausgezeichneten Isolierfähigkeit vor Bodenkälte.

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Frostwächter

Doch nicht nur Frost und Kälte sind Feinde unserer Garten- und Topfpflanzen. Auch der Wind ist oft problematisch, macht er die Kälte doch noch kälter. Möchten Sie also die Überlebenschancen Ihrer südländischen Pflanzen auf der Terrasse erhöhen, achten Sie darauf, diese windgeschützt aufzustellen. Am besten wäre es natürlich, wenn Sie die Pflanzen in einem zu einem Überwinterungshaus umfunktionierten Gewächshaus unterbringen könnten (indem man es mit einem Frostwächter ausstattet, aber so etwas steht leider nicht immer zur Verfügung). Alternativ sind auch helle Garagen oder Stiegenhäuser ein wunderbarer Überwinterungsplatz für Südländer.

Nicht vergessen: Gießen

Ganz wichtig ist auch im Winter das Gießen. Denn selbst schöne, nicht frostfeste Pflanzen, die durch Rückschnitt oder natürlichen Laubabwurf komplett kahl sind, brauchen immer noch Wasser zum Leben.

Viele Pflanzen erfrieren nämlich im Winter nicht, sie verdursten. Gerade in Gewächshäusern untergebrachte, in transparente Schutzfolie eingewickelte Pflanzen verdunsten nämlich viel Wasser im Licht der Wintersonne. Hier muss man achtsam sein und regelmäßig nachgießen.